Beiträge von danikluge

November 2018: Gut 100 Radfahrende genießen eine Abendrunde

Ein kurzes Video von der Critical Mass und eine schöne Visualisierung der Strecke gibt es auf dem Blog von BikeNRW (Link).

Mit gut 100 Radfahrenden waren es zwar ein paar weniger als letzten Monat, aber dennoch eine ansehnliche Gruppe, die ihre gemeinsame, improvisierte Radtour sichtlich genoss. Erfreulicherweise waren auch diesen Monat wieder eine ganze Reihe neuer Gesichter und Personen alle Altersgruppen mit dabei.

Die Polizei war wie zuletzt auch mit Fahrradpolizist*innen im Feld und einem Bulli dabei. Die Polizist*innen waren engagiert und routiniert in ihrer polizeilichen Aufgabe, und agierten – mit der nötigen professionellen Distanz – zugewandt und freundlich gegenüber den Radfahrenden.

Diesmal war eine ganze Reihe besonderer Fahrradtypen mit dabei: ein Fat Bike, verschiedene Liegeräder und Lastenräder, darunter eines mit zwei Vorschulkindern in der Box, ein Tandem, verschiedene Klappräder und ein Rad, dessen Namen ich leider nicht weiß; könnt ihr ja mal als Kommentar posten. Sieht aus wie ein Tretroller, aber (große) Bereifung wie ein Fat Bike vorne wie hinten und da, wo beim Tretroller das Trittbrett ist, befindet sich der Sitz. Getrampelt wird mit Tretkurbel auf Augenhöhe, ebenso der Lenker, also: der Hintern sitzt nur ein paar Zentimeter über der Straße und von hinten sieht man praktisch nur den Kopf über dem Hinterreifen.

Der zweite Freitag im Dezember ist der 14.12.2018. Wie immer startet die Critical Mass Düsseldorf um 19 Uhr am Fürstenplatz.

Oktober 2018: 110 Radfahrende bei milden Temperaturen

Erstaunlich mild zeigte sich der Oktober an diesem Freitag Abend, und so fuhren die spontan zusammengekommenen 110 Radfahrenden (die Polizei zählte sogar 120) von 19:10 Uhr bis 21:00 Uhr rund 20 km gemeinsam mit dem Fahrrad.

Es war eine sehr entspannte Fahrt ohne Zwischenfälle. Diesen Monat ging es zur Bilker Kirche, weiter über die Oberkasseler Brücke nach Oberkassel und vom Belsenplatz über die Düsseldorfer Str. zurück an den Rhein. Danach den Kaiser-Wilhelm-Ring entlang und wieder über die Brücke zurück. Anschließend die Berliner Allee entlang zum Stresemannplatz, über die Kölner Straße bis zum Karolingerplatz und schließlich zurück zum Fürstenplatz.

Die Polizei war -wie letzten Monat auch- durchgängig anwesend. Dabei hat sie zu keinem Zeitpunkt versucht, die spontane Streckenführung zu beeinflussen. Außerdem hat die Polizei die Anregung aufgegriffen, die einige Menschen im September geäußert hatten, und diesen Monat innerhalb der Critical Mass nur Fahrradpolizei eingesetzt. An dieser Stelle gebührt allen Fahrradpolizist*innen ein Dank für ihr engagiertes Corken.

Der zweite Freitag im November ist der 9.11.2018, wie immer startet die Critical Mass Düsseldorf um 19 Uhr am Fürstenplatz.

September 2018: 150 kunterbunte Radfahrende

Am Freitag trafen sich rund 150 Radfahrende, um die letzten Sonnenstrahlen eines schönen, spätsommerlichen Freitages zu einer gemeinsamen Radtour zu nutzen. Denn das Wetter zeigte sich nach den letzten, etwas kühleren Tagen, sehr wohlgesonnen. Mit dabei waren etwa 25 Gäste aus Wuppertal, die die Anreise in die Landeshauptstadt auf eigenen Rädern nicht gescheut hatten.

Bevor es losging, gab es eine Begrüßung der besonderen Art. Denn die Critical Mass sollte durch die Polizei begleitet werden. Dazu gab es ein paar begrüßende und erläuternde Worte des Einsatzleiters. Er schilderte seine Sicht der Dinge und den weiteren Ablauf der Polizeibegleitung. Die Critical Mass wird aus Sicht der Polizei als Versammlung betrachtet und auch so gehandhabt. In diesem Fall jedoch als Veranstaltung ohne Veranstalter, was für die Polizei, wie er deutlich betonte, eine durchaus ungewöhnliche Situation sei. Die Polizei ist verpflichtet, Versammlungen zu schützen und deren Durchführung grundsätzlich zu ermöglichen. Und darum sollte es nun bei der Polizeibegleitung gehen. Dazu standen eine handvoll Fahrrad- und Motorradpolizist*innen und ein Streifenwagen bereit, die die Mass an Einmündungen gegen hereinpreschende Autos schützen sollten (so nennt man Corken also im Polizei-Jargon). Außerdem fuhren zwei Verwaltungsangestellte der Stadt mit, um sich ein eigenes Bild der Lage zu machen.

Kurz nach 19 Uhr setzte sich die Mass in Bewegung. Es ist immer wieder schön zu sehen, die kunterbunt die Masse doch so ist. Da radeln Kinder mit ihren Eltern und Großeltern, der Punk neben dem Banker, Fahrräder vom Faltrad bis zum Fatbike, Carbon-Renner und Lastenrad mit Musik und Seifenblasenmaschine (yeah!). Wir zeigen den Spaß am Radfahren! Vorbei an der Aggression des verstopften Stadtverkehrs.

Und so fuhr die CM ruhig und entspannt kreuz und quer durch die Düsseldorfer Innenstadt. Auch die Polizei scheint nun auf Kommunikation und Deeskalation zu setzen. Sollte dies auch in den nächsten Monaten so bleiben und das Versprechen des Einsatzleiters, zukünftig möglichst nur Fahrradpolizisten einzusetzen, eingehalten werden, wäre das sehr zu begrüßen.

Juli 2018: Ein Prosit auf das polizeilich verordnete Chaos

Bei feinstem Feine-Sahne-Fischfilet-Ferienwetter fanden sich über 150 Radfahrende am Fürstenplatz ein – die erste Zählung direkt nach dem Start ergab 152 Radfahrende, eine spätere fast 200.

Die Strecke führte diesmal nicht sehr weit – in den 15,3 km ging es, nicht nur der guten Luft wegen, mehrfach über und um die Corneliusstraße, über die Kö, um die Fahrradzählstelle am K.I.T. und dann wieder zurück zum Fürstenplatz, wo, genau wie im letzten Jahr, der ADFC mit einem Fässchen Altbier aufwartete und der Abend ausklang.

Ein großer Dank gilt allen Angereisten und Neuteilnehmern für die tolle Unterstützung, entschuldigen müssen wir uns aber für die Düsseldorfer Polizei. Es ist einfach so, dass viele der jeweils neu in Düsseldorf tätigen Polizisten noch nie etwas von der Critical Mass oder dem §27 StVO gehört haben. Diese neu in der Großstadt tätigen Polizisten wollen sich natürlich keine Fehler unterlaufen lassen und sind deshalb ein bisschen sehr eifrig. Der Vorwurf geht hier an deren Vorgesetzte, die ihre Untergebenen einfach etwas besser informieren müssen, auch wenn die annähernd 15minütige Beschallung mit Martinshorn etwas von kindlicher Trotzreaktion hatte …

Jupp Flassbeck hat deshalb einen offenen Brief an die Polizei geschrieben. Der gesamte Brief ist unter diesem Link im Blog veröffentlicht.

[…] Die Critical Mass wurde am Freitag den 13.7.2018 am Ende der Corneliusstraße von einer zufällig vorbeifahrenden Streife blockiert und die beteiligten Beamten guckten sich zwei vermeintliche Verantwortliche aus, deren Personalien sie dann aufnahmen. Der Vorfall ähnelt dem, von vor etwas mehr als einem Jahr, bei dem ebenfalls eine Streife am Worringer Platz versuchte, der Critical Mass die Weiterfahrt zu untersagen.

In beiden Fällen handelte es sich zum Teil um sehr junge Beamte, immer aber um Beamte die offenbar neu in Düsseldorf waren, noch nie von der Critical Mass gehört hatten und auch den §27 StVO nicht kannten. In beiden Fällen hatte ich den Eindruck, dass die jeweiligen Beamten, nach einer Rücksprache mit den zuständigen Fachgebietsleitern, die Freitagsabends schon im Feierabend sind, nach jeweils ca. 30 Minuten zurück gepfiffen wurden.

Die Frustration stand den Beamten von vor einem Jahr sichtbar ins Gesicht geschrieben. An dieser Stelle geht dann mein Vorwurf nicht so sehr an die beteiligten Beamten, sondern an deren Vorgesetzte, welche ihre Leute offenbar nicht ausreichend vorbereitet in die Freitagnacht schicken.

Der Widerspruch zwischen dem vermeintlichen Auftrag Ihrer Kollegen vor Ort und unserer, sich aus der Kenntnis der rechlichen Grundlagen und der offiziellen Politik der Stadt Düsseldorf ergebenden Einstellung gegenüber den Beamten vor Ort, hat dann dazu geführt, dass wir über mehr als 10 Minuten lang, recht unsouverän mit Martinshorn und Blaulicht begleitet wurden, auch wenn gar keine Notwendigkeit für eine Fahrt mit Sonderrechten gegeben war und selbst in dem Polizeifahrzeug sich eine Beamtin die Ohren zuhielt. Das Martinshorn hat die Kommunikation der Teilnehmer untereinander gestört und viele waren auch irritiert, weil wir es gewohnt sind, auf von hinten kommende Rettungs- und Einsatzfahrzeuge zu achten. […]

Vor der Critical Mass gab es noch die Gelegenheit, für die NRW-Volksinitiative Aufbruch Fahrrad zu unterschreiben. Auf der Website von Aufbruch Fahrrad findet ihr weitere Informationen und den Unterschriftenbogen. Eine Liste mit Sammelstellen, an denen ihr direkt Unterschreiben oder eure Bögen abgeben könnt, gibt es hier. Es werden auch noch Unterschriftensammler und Helfer gesucht. Meldet euch unter „Im Team Sein“ auf der Website von Aufbruch Fahrrad!

Noch ein Hinweis auf zwei Critical Mass in der näheren Nachbarschaft:

  • Neuss – 20.7. 18:30 Hamtorplatz
  • Mönchengladbach – 27.7. 19:00 Schillerplatz

Die nächste Düsseldorfer Critical Mass findet statt am 10. August, wie immer um 19 Uhr am Fürstenplatz

Bei Report-D ist ein Bericht erschienen.

Passt auf Euch auf, fahrt vorsichtig und kommt gut an!
-JF-
-DK-

Mai 2018: 180 vergnügte Radfahrer rocken das Dorf

Die zunächst 160 am Fürstenplatz startenden Teilnehmer, darunter einige Liegeräder und Lastenräder und zwei Skateboardfahrer, wurden später durch weitere 20 Teilnehmer verstärkt, so dass wir mit 180 Teilnehmern diesmal eine etwas längere Strecke von 22,5km gefahren sind, was allen sehr viel Spaß gemacht hat.

Es ging diesmal in den Düsseldorfer Norden, um dann in einem großen Bogen über die Toulouser Allee, Oberbilk, Bilk, über den „Überflieger“ durch den Medienhafen zur und über die Kö und zurück zu fahren.

Kurze Ausschnitte der CM gibt es unter diesem Link auf youtube (danke an Peter Pedal für den Hinweis). Ein sehr langes Video ist unten in den Kommentaren verlinkt.

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Hier noch einmal der Hinweis auf einige weitere Radfahrtermine im Mai:

  • 13. Mai – Sternfahrt Ruhr-Bochum
    07:30 Uhr Zubringer Düsseldorf, Johannes-Rau-Platz
    12:00 Uhr Start der Hauptrunde in Bochum, Gerard-Motier-Platz
    fahrradsternfahrt.ruhr
  • 16. Mai – Ride of silence – Köln
    Gedenkfahrt an schwer verunfallte oder getötete Radfahrer
    Ein Tag – eine Uhrzeit – weltweit
    19:00 Uhr – 21:00 Uhr Bahnhof Köln-Deutz, Ottoplatz, 50679 Köln
    https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaende/kv-koeln/termine/calview/event/caldatum/2018/05/16/caltype/termin/ride-of-silence-2018.html
  • 18. Mai – Critical Mass Neuss (ein neuer Anlauf!)
    18 Uhr Hamtorplatz
    bei facebook

Wir sehen uns wieder zur nächsten Düsseldorfer Critical Mass
am 8. Juni, wie immer um 19 Uhr am Fürstenplatz!

Passt auf Euch auf, sichere Fahrt und gutes Ankommen!
-JF-