CM Neuss: Radeln im Grenzbereich zwischen Anarchismus, Anarchie und Dimpfelmosertum

Ein Gastbeitrag von Jupp Flassbeck, der ursprünglich als Kommentar gepostet wurde und mit freundlichem Einverständnis als Beitrag erscheint.

Die seltsame Entstehung der Neusser Critical Mass

Als regelmässiger Teilnehmer und Berichterstatter der Düsseldorfer Critical Mass, wurde ich immer wieder mal gefragt, ob es denn so was auch in Neuss gibt oder was denn die Neusser Critical Mass macht. Es gab in der Vergangenheit schon einmal einen Versuch eine Critical Mass in Neuss stattfinden zu lassen, diese hat sich aber nicht etabliert. Im Januar las ich dann im Onlineauftritt der NGZ (Link) von einer Critical Mass, in Neuss, im Mai.

Die Kommentare waren bereits vier Monate vor dem Ereignis gezeichnet von weitgehender Unkenntnis, negativer Voreingenommenheit und einer tumben Stammtischmentalität. Ich habe mich bemüht etwas sachliche Informationen über die Critical Mass zu vermitteln. Die Aussage der Polizesprecherin, dass „nach Erkenntnissen der Polizei die Gruppierung Critcal Mass bislang im Rheinkreis Neuss nicht in Erscheinung getreten ist“ zeugt von einer gewissen Unbedarftheit und dem grundsätzlichen Problem das die Polizei mit der Critical Mass hat, dazu später mehr.

Als Quelle für den Termin wurde eine Facebookseite Critical Mass Neuss Mai 2018 genannt und das dort bereits die Termine für die nächsten zwölf Monate angeführt sind. Den Gepflogenheiten der anderen Critical Mass entsprechend findet die Neusser Critical Mass regelmässig an einem bestimmten Freitag im Monat statt. Die Kölner fahren am letzten Freitag im Monat, die Wuppertaler am ersten, die Düsseldorfer am zweiten und Solinger und Neusser am dritten Freitag im Monat, hier raus ergeben sich die Termine die natürlich für das kommende Jahr, ja sogar für die nächsten 10000 Jahre feststehen.

Da ich selbst nicht bei Facebook bin – Facebook rangiert bei mir in etwa auf gleichem Niveau wie Nordkorea – habe ich diese Quelle der NGZ nicht überprüfen können. Im Blog der Düsseldorfer Critical Mass bzw. in den Kommentaren habe ich dann auf den NGZ-Beitrag und die in den Kommentaren Platz greifende Diskussion verwiesen. In späteren Blogbeiträgen wurde auch noch zweimal auf den Termin am 18. Mai hingewiesen und bei der letzten Düsseldorfer Critical Mass sagten viele bereits ihre Teilnahme zu.

Zu Beginn der Woche erreichten mich dann aber auch Aussagen wie: „Du – bei facebook finde ich aber nix“, „es gibt da nur die Seite, da passiert aber nix“, worauf ich einmal die Googlesuche bemühte. Google führt eine entsprechende Facebook-Seite „Critical Mass Neuss Mai 2018″ gar nicht auf. Die als erste dort aufgeführte Seite ist der NGZ-Online-Artikel und danach die Hinweise auf die Veranstaltung in dem Blog der Düsseldorfer Critical Mass.

An diesem Punkt musste ich doch schmunzeln – ist es möglich dass die Neusser Critical Mass ihre Enstehung der gelungenen Schnapsidee eines Zeitungsredakteurs verdankt? Eine Facebookseite, ein Artikel und mal schauen was passiert? Eine Art Hommingberger Gepardenforelle???

74 marodierende Fahrrad-Unholde-Innen fallen wie die Heuschrecken über das arme Neuss her

Nein – so war es natürlich nicht. Es ging sehr gesittet zu, wenn die Fahrt auch ohne Anwesenheit der Polizei oder etwas angemessenerem Engagement weniger chaotisch verlaufen wäre. An einigen Stellen wurde die Grenze zwischen Herrschaftslosigkeit (Anarchismus) und Ordnungslosigkeit (Anarchie) deutlich überschritten, was aber angesichts einer Premiere und des Umstandes, dass die, die das Feld hätten führen können, dies nach dem Auftreten der Polizei nicht mehr wollten, verständlich ist.

Unter den 74 Teilnehmern waren viele Freunde von anderen Critical Mass aus Bochum, Köln, Wuppertal, Mönchengladbach und Düsseldorf, die zum Teil eine etwas längere Anreise hatten – all diesen noch einmal ein besonderes Dankeschön für das Gelingen dieser ersten Neusser Critical Mass. Es ging in einer Stunde und zwanzig Minuten knapp 20km durch Neuss – über die Drususallee, Michaelstraße, am Hafenbecken 1 und am Bahnhof vorbei, die Furth hoch und zurück ein Stück des Konrad-Adenauer-Rings, dann am Nordkanal entlang, da sich einige Teilnehmer gerne der Polizeibegleitung entledigt hätten, worauf wir auf dem Rest der Strecke noch von einem zivilen Fahrzeug der Polizei (KR-XP-xxxx) begleitet wurden, es ging dann über Rheydterstraße und Schorlemerstr. zur Jülicher, nicht zuletzt um die Polizei wieder zu Hause abzuliefern, anschließend besuchte das Feld noch Reuschenberg um von dort zurück zum Hamtorplatz zu fahren.

Da Freitag abends die Straßen sehr leer sind, kam es zu keinen nennswerten Behinderungen, es gab bei der Absicherung des Feldes keine Konfliktsituationen mit Autofahrern – die Reaktion der anderen Verkehrsteilnehmer und der Bevölkerung war durchgehend zustimmend.

Mein Fazit: eine gelungene erste Critical Mass, wenn auch mit Verbesserungspotential. Bei der nächsten Neusser Critical Mass, am 15. Juni wird sich zeigen wie es weiter geht – 50 oder 100 Teilnehmer? Polizisten auf Fahrrädern oder gar keine?

Schützen wir die Polizei!

„Schützen wir die Polizei, vor Verdruss und Schererei“ – Georg Kreisler

An dieser Stelle muss ich noch einmal betonen dass ich nicht die Neusser Critical Mass bin oder deren Sprecher, auch Herr Adamsky oder der ADFC sind nicht die Critical Mass oder der Veranstalter.
Mein Anspruch ist es mit meinen Tourenberichten gegenüber der interessierten Öffentlichkeit oder der Polizei die allgemeine Stimmung, den Aktionskonsens zu vertreten.
Wenn ich dabei, wie am Freitag geschehen, auf den vor Ort anwesenden Polizisten zu gehe, um ihm zu vermitteln unter welchen Vorzeichen wir fahren, dann bin ich einer der ganz wenigen im Feld der überhaupt noch versucht mit der Polizei zu kommunizieren.

Eingedenk der Worte der Polizeisprecherin, welche die Critical Mass in die Nähe einer Motorradgang rückte, schwante mir bereits Böses als ich bei meinem Eintreffen den Neusser ADFC-Aktivist Adamsky mit zwei Polizeibeamten im Gespräch sah. Da Herr Adamsky bekannt ist, musste er vor Ort als Ansprechpartner und Sündenbock herhalten, wenn gleich er für das Unterfangen der Polizei, Anmelder und Route festzulegen, gar nicht der richtige Ansprechpartner war. Ich habe mich dann zu seiner Entlastung bemüht, die eher fruchtlose Kommunikation mit dem Beamten zu führen.

Es kam ein grundsätzliches Problem zu Tage, das Ordnungshüter in aller Welt mit der Critical Mass haben – nach unserer Definition gibt es bei der Critical Mass keinen Anmelder, keine hierarchischen Strukturen und auch keine vorgegebene Strecke. Das ist in Seattle so, in Kapstadt, Osaka, London, Oslo, Düsseldorf oder Solingen und das wird auch ein Polizeiobermeister(?) Zillikens(?) in Neuss nicht ändern – und während er mit mir darüber aneinander vorbei redet, starten andere Mitfahrer bereits.
Meine Intention war, dass der Beamte vor Ort versteht, dass wir nach diesen Regeln fahren, auch um ihn vor dem Verdruss zu bewahren – das hat leider nicht ganz geklappt.

Der vor Ort agierende Beamte schien mir eher hehre und abstrakte Ordnungsprinzipien durchsetzen zu wollen, als angemessen auf irgendeine konkrete Gefährdungslage zu reagieren. Wollte die Polizei gegenüber jedem Bürger zu jeder Zeit hehre und abstrakte Ordnungsprinzipien durchsetzen, es wären auf zwei Bürger fünf Polizisten nötig und wir hätten den Polizeistaat, vor dem überall und ikonografisch bereits ein Graffiti warnt. An einem Freitag Abend hat die Polizei sicher auch wichtigere Aufgaben als Radler zu eskotieren, die sich auch selbst schützen können. Im Gegenzug und im Rahmen der Gleichbehandlung könnten dann ja auch Radsportvereine oder Gruppen von Freizeitradlern eine Polizeieskorte verlangen.

Hätte es am Anfang nicht diese Diskussion gegeben, Herr Adamsky und ich hätten uns an die Spitze des Feldes gesetzt und dieses -etwas strukturierter, aber auch inklusive spontaner Richtungsänderungen- durch Neuss geführt.

Die Provokation über den Polizeiparkplatz zu fahren fand ich nicht gut, ich lasse die Critical Mass dann aber auch nicht allein. Es war aber auch deshalb schon Blödsinn, weil es da keine Ausfahrt gibt (an dieser Stelle die Frage an die Polizei, warum es auf Höhe des Eingangs zum Neusser Polizeipräsidium auf dem Parkplatz keine abgesenkte Bordsteinkante gibt, damit dort nicht nur Rad- sondern auch Rollstuhlfahrer den Bürgersteig oder Radweg gut erreichen können?).

Auf den von dem Beamten geäußerten Kritikpunkt, dass wir nicht konsequent in Zweierreihen gefahren sind, habe ich direkt mehrere Antworten – der §27 auf den wir uns berufen, entstammt ja dem militärischen Umfeld, abzulesen an dem bemerkenswerten letzten Absatz: „(6) Auf Brücken darf nicht im Gleichschritt marschiert werden.“. Jetzt ist es aber so, dass wir ja alle sehr undisziplinierte Zivilisten sind, ein Fahrrad nun mal keine gerade Linie fährt und ab einer bestimmten Anzahl das Feld einfach ausflockt.
Andererseits gibt es Schnellfahrstrecken auf denen wir bewusst beide Spuren belegen, um zu verhindern, dass uns PKW zu schnell und zu dicht passieren, eine solche Stelle ist in Düsseldorf die Oberkassler Brücke. Bei der Neusser Critical Mass haben aber auch die offenbar Kolonnenfahrt-erprobten Beamten im Bulli für uns die linke Spur dicht gemacht, was mir gefiel und weshalb ich denen auch einmal Daumen hoch gezeigt habe.
Überhaupt machten die Beamten im Bulli einen etwas entspannteren und freudigeren Eindruck als der Herr, der das Ganze geleitet hat.
Bei dem zum Teil aus dem anarchistischem und linken Spektrum stammenden Teilnehmern der Critical Mass sorgen dann Zivilfahrzeuge der Polizei, einmal erkannt, für ein großes Hallo, so wie auch am Freitag geschehen.

Es freut mich zwar, dass der Einsatzleiter meinen Dank für die fürsorgliche Begleitung noch annahm, es war aber recht unsouverän meinen Hinweis auf die Vorgehensweise seiner Kölner Kollegen mit einem Wortschwall, um mich ja nicht zu Wort kommen zu lassen und anschließendem Hochkurbeln des Autofensters zu beantworten – das war eine Trotzreaktion wie von einem kleinen Kind – „Ich will das nicht hören, ich halt mir jetzt die Ohren zu“.
Schade – dabei wollte ich den Mann doch vor Verdruss schützen, ich hätte dem sogar ein Fahrrad zum Mitradeln organisiert …


7 Antworten auf „CM Neuss: Radeln im Grenzbereich zwischen Anarchismus, Anarchie und Dimpfelmosertum“


  1. 1 Peon1993 21. Mai 2018 um 20:16 Uhr

    Was für eine herrliche Logik: Weil anderswo Leute das machen, muss ich das hier auch dürfen. Und dann wundert man sich, dass die Polizei nicht das Partymobil mietet und mitfährt sondern versucht herauszufinden, was da nun passiert. Anstatt das zu unterbinden, ermöglicht die nun eine Durchführung und man regt sich auf. Die hätten das auch einfach unterbinden können und de Veranstalter hätte dagegen dann vor Gericht einen Eilantrag einreichen können. Und vermutlich hat die Polizei besseres zu tun, als auf gut Glück zu googln, was ein paar Radfahrer vor haben könnten.

  2. 2 Der Pedelecer 22. Mai 2018 um 14:53 Uhr

    Hallo Jupp, lass dich nicht unter kriegen. In Köln war es auch so. Die Polizei hat es mit allen Mitteln probiert, aber die Radler habe sich nicht provozieren lassen und weiter gemacht. Von Hamburg habe ich ähnliches gelesen. Wenn man sucht, findet man es im Netz, auch mit dem Gockel. Allzeit gut Fahrt.

  3. 3 Peter Pedal 23. Mai 2018 um 12:27 Uhr

    Hallo Jupp,

    Congratulations!

    Einmal für den (nunmehr endlich) erfolgten, dafür aber sehr erfolgreichen Start der Nüsser-CM,

    zum Zweiten für Dein unglaubliches Engagement im Vorfeld,

    drittens für den tollen, unterhaltsamen Artikel.

    Hoffentlich hat die TeilnehmerInnenzahl eine Wirkung auf die DödelDorfer Mass.

    Schließlich müssen sich die RadlerInnen der Landeshauptstadt langsam in Grund und Boden schämen, dass nicht allein in der „Verboten Stadt“, sondern in Wuppertal, Solingen und jetzt auch in Neuss, die Verhältnisse nicht nur in absoluten Zahlen, sondern auch im Verhältnis zu den EinwohnerInnen mehr als mäßig sind.

    Auf dem Düsseldorfer Fahrradkongress in der letzten Woche, einer Placebo-Veranstaltung für ein „Fahradfreundliches Düsseldorf“, wünschte sich einer der Podiumsteilnehmer in der Schlussrunde eindringlich, „dass endlich der Oberbürgermeister Thomas Geisel einmal an einer Critical-Mass-Tour teilnimmt“.

    Diesel-Tom, OB, Marathonteilnehmer und Rennradfahrer hatte sich zwar nach s/einem belanglosen Grußwort zu Beginn des Kongresses rasch verdrückt, aber vielleicht hat ihm jemand aus seinem Stab diesen Wunsch ja mitgeteilt oder er liest in diesem Forum mit. ;-) ))

    Dasselbe gilt natürlich auch für den Polizeipräsidenten Norbert Wesseler, der sich diskret unter das Publikum des Fahrrad-Kongresses gemischt hatte.

    Liebe Grüße

    Peter Pedal

    -----------

    Critical Mass Neuss – Mai 2018
    (video von Talradler)

    https://www.youtube.com/watch?v=jrwHQ8DNPN8

  4. 4 Tim 23. Mai 2018 um 13:45 Uhr

    Hallo Peon1993.

    Wenn die Polizei -wie hier geschehen- auf Grundlage des Versammlungsgesetzes versucht, einen Leiter o.Ä. zu ermitteln, muss sich auch begründen können, dass die Critical Mass eine Versammlung im Sinne des Versammlungsrechtes ist.

    Hierfür muss eine „Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung“ erkennbar sein – sonst liegt keine Versammlung im Sinne des Versammlungsgesetzes vor! Nun habe ich bisher auf einer Critical Mass keine Kundgebung gehört, Transparente/Schilder gesehen, Sprechchöre gesungen oder Vergleichbares erlebt.

    Alles, was geschieht, ist Fahrradfahren im weitesten Sinne und StVO konform. Das mache ich jeden Tag und sehe darin keine Wirkung auf die öffentliche Meinungsbildung.

    Ich denke mal, dass es auch deshalb bisher kein gerichtsfestes Verbot einer Critical Mass in Deutschland gibt (zumindest ist mir ein Solches nicht bekannt). Das weiß auch die Polizei – sonst hätte sie vielleicht im Vorfeld wie von dir beschrieben gehandelt.

    Entsprechend ist die Forderung an die Neusser Polizei, sich bei der Einschätzung des für sie neuen Phänomens „Critical Mass Neuss“ an ihre Kolleg*innen aus Köln, Hamburg, Berlin oder auch Düsseldorf, Wuppertal, Dortmund, Essen, … zu wenden, doch verständlich, oder?

    Bestimmt hat die Polizei, wie du ja auch schreibst, genug zu tun. Warum also nicht ein kurzes Telefonat mit den Kolleg*innen in der Nachbarstadt? Dann könnten wir einfach und sicher zusammen Radfahren – ganz ohne dieselnde Begleitung. Und die gebeutelte Polizei müsste keine Überstunden in ihren Blechkisten schieben.

    Was meinst du?

    Viele Grüße,

    Tim

  5. 5 jupp flassbeck 24. Mai 2018 um 23:31 Uhr

    @Tim
    Bei einer Argumentation dass keine „Teilhabe an der öffentlichen Meinungsbildung“ vorliege, dürfen aber auch keine Flyer oder Aufkleber verteilt werden.
    Das juristische Hindernis die Critical Mass zu verbieten scheint mir auch eher das Gleichbehandlungsgebot.
    Nach dem §27 fahren ja auch Gruppen von Rennradfahrern oder Freizeitradlern, die dann im Gegenzug auch eine Eskorte bekommen müssten.

    Die dieselnde Begleitung wäre auch nicht so nervig gewesen, als es vielmehr der Versuch war die CM umzudeuten. Die hätten ja auch einfach mal gucken können, ohne uns eine konkrete Route abzuverlangen.

    „Es kann doch nicht sein dass so etwas ganz ohne zutun der Polizei von statten geht. Geht doch nicht dass die Polizei überflüssig ist!“

    Doch. Geht.

  6. 6 jupp flassbeck 26. Mai 2018 um 0:30 Uhr

    Passt auf Euch auf, fahrt bitte vorsichtig …

  7. 7 Jupp Flassbeck 03. Juni 2018 um 12:17 Uhr

    Es gibt bei MutbürgerDokus eine Fotogalerie von der 1. Neusser CM:
    http://www.mutbuergerdokus.de/html/aktionen/2018_05_18_critical-mass-neuss.htm

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